Ich kenne keine Unterſuchungen, die zu Ergruͤndung des Vermoͤgens, welches wir Verſtand nennen, und zugleich zu Beſtimmung der Regeln und Graͤnzen ſeines Gebrauchs, wichtiger waͤren, als die, welche ich in dem zweiten Hauptſtuͤcke der transſcendentalen Analytik, unter dem Titel der Deduction der reinen Verſtandesbegriffe, angeſtellt habe; auch haben ſie mir die meiſte, aber, wie ich hoffe, nicht unvergoltene Muͤhe gekoſtet. Dieſe Betrachtung, die etwas tief angelegt iſt, hat aber zwey Seiten. Die eine bezieht ſich auf die Gegenſtaͤnde des reinen Verſtandes, und ſoll die obiective Guͤltigkeit ſeiner Begriffe a priori darthun und begreiflich machen; eben darum iſt ſie auch weſentlich zu meinen Zwecken gehoͤrig. Die andere geht darauf aus, den reinen Verſtand ſelbſt, nach ſeiner Moͤglichkeit und den Erkentnißkraͤften, auf denen er ſelbſt beruht, mithin ihn in ſubiectiver Bezie